2.1 Geburtenhäufigkeit
2.1.1 Vergangene Entwicklung und aktuelle Situation
Von 2003 bis 2016 stieg die Zahl der Geburten von 72 000 auf fast 88 000 pro Jahr. Im Zeitraum 2016 bis 2018 stabilisierte sie sich bei Werten zwischen 87 000 und 88 000. Abgesehen von einem Anstieg auf knapp 90 000 Geburten im Jahr 2021, der auf die Pandemie zurückzuführen sein dürfte, ging die Zahl der Geburten zwischen 2019 und 2023 von 86 000 auf 80 000 zurück. Die zusammengefasste Geburtenziffer (ZGZ) lag 2001 bei 1,38. Sie stieg in den Folgejahren relativ stetig an und erreichte 2010 einen Wert von 1,52. Von diesem Zeitpunkt an bis 2018 schwankte die ZGZ zwischen 1,52 und 1,55 und sank danach rasch von 1,48 im Jahr 2019 auf 1,33 im Jahr 2023; einzig im Jahr 2021 stieg sie vorübergehend auf 1,52 an. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt nahm in diesem Zeitraum kontinuierlich von 30,0 auf 32,4 Jahre zu.
In den letzten Jahren verzeichneten die meisten europäischen Länder einen ähnlichen Rückgang wie die Schweiz. Gemäss Eurostat-Zahlen sank die Geburtenhäufigkeit zwischen 2016 und 2022 in Deutschland von 1,60 auf 1,46, in Österreich von 1,53 auf 1,41, in Frankreich von 1,92 auf 1,79 und in Italien von 1,34 auf 1,24. Selbst in den skandinavischen Ländern, die traditionell die höchsten ZGZ in Europa aufweisen, nahm die Geburtenhäufigkeit stark ab. Dieser Rückgang setzte dort sogar mehrere Jahre früher ein als in den anderen europäischen Ländern. In Schweden sank die ZGZ zwischen 2010 und 2022 von 1,98 auf 1,53, in Finnland von 1,87 auf 1,32, in Norwegen von 1,95 auf 1,41 und in Dänemark von 1,87 auf 1,55. Diese Entwicklung ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass diese Länder vergleichsweise lange Elternurlaube gewähren und zudem weitere Massnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie treffen. Im Zuge dieser Massnahmen fiel die Geburtenhäufigkeit bis vor kurzem noch relativ hoch aus.
2.1.2 Erläuterungen zur Wahl der Hypothesen
Die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Es gibt keinerlei Hinweis darauf, welche Entwicklung in den nächsten Jahren am plausibelsten ist, d. h. ob die ZGZ steigt, stabil bleibt oder sinkt. Um alle plausiblen Entwicklungen der kommenden Jahre zu berücksichtigen, wurden bereits in den ersten Projektionsjahren sehr unterschiedliche Werte eingesetzt.
Gemäss der Referenzhypothese verbleibt die ZGZ im gesamten Projektionszeitraum stabil bei 1,4 Kindern pro Frau (vgl. gr-d-01.03.01-018, gr-d-01.03.01-019 und T1) und das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt steigt weiter an (vgl. T1). Die altersspezifische Geburtenhäufigkeit wurde so angepasst, dass sie für jedes Jahr der Projektion kohärent ist (vgl. gr-d-01.03.01-020 und gr-d-01.03.01-021).
Gemäss der «hohen» Hypothese liegt die ZGZ zu Beginn etwas höher, nämlich bei 1,5, und steigt bis 2055 leicht auf 1,57 an (vgl. gr-d-01.03.01-018, gr-d-01.03.01-019 und T1). Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt erhöht sich langsamer als in der Referenzhypothese (vgl. T1).
Gemäss der «tiefen» Hypothese liegt die ZGZ zu Beginn etwas tiefer, bei 1,3, und sinkt bis 2055 leicht auf 1,26 (vgl. gr-d-01.03.01-018, gr-d-01.03.01-019 und T1). Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt erhöht sich schneller als in der Referenzhypothese (vgl. T1).
Zusammenfassung der Faktoren, die den Hypothesen zur Geburtenhäufigkeit zugrunde liegen, und Überblick über die Hypothesen zu allen demografischen Komponenten R Tabelle T6 und Anhang 2
Hypothesen zur GeburtenhäufigkeitT1
| Hypothesen | Staatsangehörigkeit | Durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau | Durchschnittsalter der Mütter bei Geburt | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 2055 | 2025 | 2055 | ||
| Referenz | Schweiz | 1,30 | 1,30 | 32,9 | 33,8 |
| EWR | 1,40 | 1,40 | 32,6 | 33,5 | |
| Nicht-EWR | 2,00 | 2,00 | 30,8 | 31,7 | |
| Ausland total1 | 1,64 | 1,64 | 31,7 | 32,6 | |
| Total1 | 1,40 | 1,42 | 32,5 | 33,4 | |
| Hoch | Schweiz | 1,41 | 1,45 | 32,7 | 32,8 |
| EWR | 1,51 | 1,55 | 32,4 | 32,5 | |
| Nicht-EWR | 2,16 | 2,20 | 30,5 | 30,7 | |
| Ausland total1 | 1,77 | 1,81 | 31,5 | 31,6 | |
| Total1 | 1,52 | 1,57 | 32,4 | 32,4 | |
| Tief | Schweiz | 1,19 | 1,15 | 33,1 | 34,8 |
| EWR | 1,28 | 1,25 | 32,7 | 34,5 | |
| Nicht-EWR | 1,83 | 1,80 | 31,0 | 32,7 | |
| Ausland total1 | 1,51 | 1,48 | 31,8 | 33,6 | |
| Total1 | 1,28 | 1,26 | 32,7 | 34,4 | |
1 Diese Werte sind Ergebnisse. Sie resultieren aus der Projektion der entsprechenden Szenarien.
Quelle: BFS – SZENARIEN
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2.2 Sterblichkeit
2.2.1 Vergangene Entwicklung und aktuelle Situation
Zwischen 2001 und 2011 schwankte die Anzahl Todesfälle in der Schweiz zwischen 60 000 und 63 000. Von 2012 bis 2019 stieg sie unregelmässig an und lag generell zwischen 64 000 und 68 000. 2020 erhöhte sich die Zahl der Todesfälle aufgrund der Covid-19-Pandemie auf 76 000. Danach schwankte sie zwischen 71 000 und 74 000 und stieg bis 2023 auf knapp 72 000 an. Zwischen 2001 und 2019 erhöhte sich die Lebenserwartung der Männer bei der Geburt von 77,4 auf 81,9 Jahre und jene der Frauen von 83,1 auf 85,6 Jahre. Im Jahr 2020 ging die Lebenserwartung bei den Männern aufgrund der pandemiebedingten Todesfälle auf 81,0 und bei Frauen auf 85,1 Jahre zurück. Anschliessend stagnierte sie bei den Männern bei 81,6 und schwankte bei den Frauen zwischen 85,7 und 85,4, bevor sie wieder anstieg. 2023 lag die Lebenserwartung der Männer bei 82,2 und jene der Frauen bei 85,8 Jahren.
Gemäss Eurostat erreichte die Lebenserwartung der Frauen bei Geburt im Jahr 2023 in der Schweiz ein ähnliches Niveau wie in Frankreich (85,9 Jahre) und Italien (85,8 Jahre). Sie fiel aber leicht höher aus als in Österreich (84,0 Jahre) und in Deutschland (83,0 im Jahr 2022). Die Lebenserwartung der Männer bei Geburt war in der Schweiz deutlich höher als in ihren Nachbarländern (Italien: 81,7 Jahre; Frankreich: 80,1; Österreich: 79,2; Deutschland: 78,3 im Jahr 2022).
2.2.2 Erläuterungen zur Wahl der Hypothesen
Aufgrund der Covid-19-Pandemie sank die Lebenserwartung in der Schweiz im Jahr 2020 abrupt. Bereits zuvor hatten Grippeepidemien und Hitzewellen dazu geführt, dass die Entwicklung weniger gleichmässig verlief als in der Vergangenheit. Ähnlich wie bei der Geburtenhäufigkeit ist auch die Entwicklung der Sterblichkeit in den nächsten Jahren sehr ungewiss. Die Lebenserwartung könnte in den nächsten Jahren entweder schnell ansteigen oder auf dem aktuellen Stand bleiben. Auf der Grundlage der heute verfügbaren Informationen gibt es keine Anhaltspunkte, welche der beiden Möglichkeiten eintreten wird. Die Unsicherheiten bezüglich der künftigen Sterblichkeit sind gross. Für die ersten Projektionsjahre werden daher sehr unterschiedliche Lebenserwartungen berücksichtigt, um so das gesamte Spektrum plausibler Entwicklungen für die nächsten Jahre abzudecken.
Gemäss Referenzhypothese steigt die Lebenserwartung wieder an, wobei sich die Zunahme mit der Zeit verlangsamt. Zwischen 2025 und 2055 erhöht sich die Lebenserwartung der Männer bei Geburt um 2,8 Jahre und jene der Frauen um 2,4 Jahre (vgl. T2). Die Lebenserwartung der Männer im Alter von 65 Jahren steigt folglich um 2,2 Jahre von 20,7 auf 22,9 Jahre und die der Frauen um 2,0 Jahre von 23,2 auf 25,2 Jahre (vgl. gr-d-01.03.01-022, gr-d-01.03.01-023, gr-d-01.03.01-024 und gr-d-01.03.01-025).
Bei der «hohen» Hypothese sinkt die Sterblichkeit schneller als bei der Referenzhypothese. Zwischen 2025 und 2055 steigt die Lebenserwartung der Männer bei Geburt um 5,1 Jahre und jene der Frauen um 3,9 Jahre (vgl. T2). Die Lebenserwartung mit 65 Jahren der Männer erhöht sich damit um 4,1 Jahre von 21,3 auf 25,4 und jene der Frauen um 3,4 Jahre von 23,7 auf 27,1.
Gemäss der «tiefen» Hypothese steigt die Lebenserwartung kaum noch. Zwischen 2025 und 2055 erhöht sich die Lebenserwartung der Männer bei Geburt lediglich um 0,5 Jahre und jene der Frauen um 1,0 Jahre (vgl. T2). Die Lebenserwartung mit 65 Jahren der Männer nimmt damit um 0,4 Jahre von 20,2 auf 20,6 und jene der Frauen um 0,8 Jahre von 22,6 auf 23,4 zu.
Hypothesen zur SterblichkeitT2
| Hypothesen | Staatsangehörigkeit | Lebenserwartung bei Geburt, Männer | Lebenserwartung bei Geburt, Frauen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 2055 | 2025 | 2055 | ||
| Referenz | Schweiz | 82,6 | 85,4 | 86,1 | 88,5 |
| EWR | 83,3 | 86,1 | 87,1 | 89,5 | |
| Nicht-EWR | 83,4 | 86,1 | 86,3 | 88,6 | |
| Ausland total1 | 83,3 | 86,1 | 86,9 | 89,1 | |
| Total1 | 82,8 | 85,6 | 86,2 | 88,6 | |
| Hoch | Schweiz | 83,3 | 88,4 | 86,8 | 90,7 |
| EWR | 84,1 | 89,0 | 87,8 | 91,7 | |
| Nicht-EWR | 84,1 | 89,0 | 87,0 | 90,6 | |
| Ausland total1 | 84,0 | 89,0 | 87,6 | 91,3 | |
| Total1 | 83,5 | 88,5 | 86,9 | 90,8 | |
| Tief | Schweiz | 81,9 | 82,4 | 85,4 | 86,4 |
| EWR | 82,6 | 83,1 | 86,4 | 87,3 | |
| Nicht-EWR | 82,6 | 83,1 | 85,6 | 86,5 | |
| Ausland total1 | 82,5 | 83,1 | 86,2 | 87,0 | |
| Total1 | 82,0 | 82,6 | 85,5 | 86,5 | |
1 Diese Werte sind Ergebnisse. Sie resultieren aus der Projektion der entsprechenden Szenarien.
Quelle: BFS – SZENARIEN
© BFS 2025
2.3 Wanderungsbewegungen
2.3.1 Vergangene Entwicklung und aktuelle Situation
In der Schweiz verändert sich der Wanderungssaldo in erster Linie aufgrund der wirtschaftlichen Situation im Inland und im benachbarten Ausland. In den letzten 25 Jahren waren deutliche Schwankungen zu beobachten. Im Jahr 2000 lag der Wanderungssaldo bei 20 000. Von 2001 bis 2006 schwankte er zwischen 35 000 und 50 000, stieg 2007 markant an und erreichte 2008 einen Spitzenwert von 98 000. Die moderateren Wanderungssaldi (zwischen 40 000 und 87 000) in den Jahren 2009 bis 2022 sind auf die wirtschaftliche Erholung in der EU und in der Folge auf eine rasche Zunahme der Auswanderungen zurückzuführen. 2020, als die Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden Massnahmen die Mobilität grundsätzlich und die Auswanderungen im Speziellen gebremst haben, fand eine abrupte Trendumkehr statt.
Nach den beiden Pandemiejahren legten die Einwanderungen 2022 und 2023 sehr markant zu, was einerseits auf eine hohe Wirtschaftsmigration aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und andererseits auf die starke Asylmigration zurückzuführen war. Letztere stand in Zusammenhang mit den Personen, die 2022 aufgrund des Kriegs in der Ukraine flohen und in der Folge den Schutzstatus S erhielten. Ab 2023 zählten Personen mit Schutzstatus S zur ständigen Wohnbevölkerung, da sie länger als ein Jahr in der Schweiz waren. Die Flüchtlinge aus der Ukraine sind damit im Wanderungssaldo des Jahres 2023 enthalten. Das Zusammentreffen einer starken Wirtschaftsmigration, die durch den Arbeitskräftemangel in der Schweiz gefördert wurde, mit der Asylmigration aus der Ukraine führte 2023 zu einem historisch hohen Wanderungssaldo (140 000).
2.3.2 Erläuterungen zur Wahl der Hypothesen
In den letzten fünf Jahren haben die Covid-19-Pandemie und der Krieg in der Ukraine die Entwicklung der Wanderungen in der Schweiz stark beeinflusst. Abgesehen von diesen aussergewöhnlichen Ereignissen war in den letzten zwei Jahrzehnten ein allgemeiner Trend zu einer hohen Zahl von Ein- und Auswanderungen und damit zu einem grossen Wanderungsvolumen zu erkennen. Während die Einwanderungen auf einem hohen Niveau schwankten, zeigten die Auswanderungen einen stabileren Aufwärtstrend. Dies war einerseits auf die Wirtschaftslage in Europa, andererseits auf die Auswanderung zahlreicher Arbeitskräfte, die Ende des 20. Jahrhunderts in die Schweiz eingewandert waren und nun ins Rentenalter kommen, zurückzuführen. Die oben beschriebenen Entwicklungen dürften sich fortsetzen.
Alle Hypothesen gehen davon aus, dass die Schweiz dank ihrer günstigen wirtschaftlichen Situation, der zentralen Lage in Europa, dem hohen Lebensstandard, der guten Lebensqualität und vorteilhaften Steuern weiterhin attraktiv bleibt. Die Unternehmen rekrutieren fehlende Arbeitskräfte hauptsächlich im EWR. Die Schweiz zieht zudem auch Personen an, die nicht erwerbstätig sind, beispielsweise Rentnerinnen und Rentner. Da sich die Wirtschaftslage in den meisten Ländern der EU stabilisiert, bewegen sich die Wanderungsströme (Ein- und Auswanderung) auf einem etwas niedrigeren Niveau als in den letzten 20 Jahren. Aufgrund der ins Rentenalter eintretenden Babyboomer-Generation werden zahlreiche Arbeitsplätze frei, die teilweise von im Ausland angeworbenen Personen besetzt werden. Diese Personen haben mehrheitlich ein hohes Bildungsniveau und sind sehr mobil. So bleiben die meisten lediglich einige Jahre in der Schweiz. Auch in den anderen europäischen Ländern kommen die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge zwischen 2030 und 2040 ins Rentenalter und beschleunigen damit die demografische Alterung. Die Folge ist ein verstärkter Wettbewerb zwischen der Schweiz und den europäischen Ländern um qualifizierte Arbeitskräfte. Es wird für die Schweiz mit der Zeit schwieriger, Arbeitskräfte aus dem EWR anzuwerben. Die Rekrutierung von Personen aus Drittstaaten ist aufgrund der gesetzlichen Hürden mit mehr Aufwand verbunden als die Rekrutierung von Personen aus dem Schengen Raum. Aus diesen Gründen dürfte der Wanderungssaldo nach 2030 sinken. Ausgehend von der allgemeinen Annahme, dass die wirtschaftliche Lage in der Schweiz günstig bleibt, fällt der Wanderungssaldo während des gesamten Betrachtungszeitraums bei allen drei Hypothesen dennoch positiv aus.
Gemäss Referenzhypothese liegt der Wanderungssaldo bis 2031 bei 60 000. Danach sinkt er und stabilisiert sich bis zum Ende des Projektionszeitraums bei 45 000 (vgl. gr-d-01.03.01-026 und T3). Wie für die anderen Komponenten wurden die Altersstrukturen der Migrantinnen und Migranten so angepasst, dass sie für jedes Jahr der Projektion kohärent sind (vgl. gr-d-01.03.01-027 und gr-d-01.03.01-028).
Gemäss der «hohen» Hypothese ist die Wirtschaftslage in der Schweiz äusserst günstig und es besteht ein deutlicher, sogar wachsender Unterschied zwischen dem Lebensstandard in der Schweiz und jenem in den europäischen Ländern. Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist gross. Aus diesem Grund steigt der bereits heute hohe Wanderungssaldo zunächst markant an: Bis 2031 wächst die Schweizer Wohnbevölkerung aufgrund der Wanderungen jährlich um 80 000 Personen. Danach sinkt der Wanderungssaldo aufgrund der alternden Bevölkerung und des damit einhergehenden hohen Bedarfs an Arbeitskräften in ganz Europa. Gemäss der «hohen» Hypothese werden Arbeitskräfte dann vermehrt ausserhalb des EWR rekrutiert. Zwischen 2031 und 2040 sinkt der Wanderungssaldo und verbleibt bis zum Ende des Projektionszeitraums bei 60 000 (vgl. gr-d-01.03.01-026 und T3).
Gemäss der «tiefen» Hypothese erlebt die Schweiz ein im Vergleich zum Referenzszenario schwächeres Wirtschaftswachstum und das Lohngefälle zwischen Arbeitnehmenden aus der Schweiz und Arbeitnehmenden aus anderen Herkunftsländern nimmt tendenziell ab. Aufgrund dessen bewegt sich der Wanderungssaldo bis 2031 mit 40 000 auf einem niedrigeren Niveau. Danach sinkt er und stabilisiert sich bis zum Ende des Projektionszeitraums bei 30 000 Personen (vgl. gr-d-01.03.01-026 und T3).
Hypothesen zur internationalen WanderungT3
| Hypothesen | Staatsangehörigkeit | Wanderungssaldo | ||
|---|---|---|---|---|
| 2025 | 2030 | 2055 | ||
| Referenz | Schweiz | –5 000 | –5 000 | –5 000 |
| EWR | 42 500 | 42 500 | 27 500 | |
| Nicht-EWR | 22 500 | 22 500 | 22 500 | |
| Ausland total | 65 000 | 65 000 | 50 000 | |
| Total | 60 000 | 60 000 | 45 000 | |
| Hoch | Schweiz | –2 500 | –2 500 | –2 500 |
| EWR | 55 000 | 55 000 | 35 000 | |
| Nicht-EWR | 27 500 | 27 500 | 27 500 | |
| Ausland total | 82 500 | 82 500 | 62 500 | |
| Total | 80 000 | 80 000 | 60 000 | |
| Tief | Schweiz | –7 500 | –7 500 | –7 500 |
| EWR | 30 000 | 30 000 | 20 000 | |
| Nicht-EWR | 17 500 | 17 500 | 17 500 | |
| Ausland total | 47 500 | 47 500 | 37 500 | |
| Total | 40 000 | 40 000 | 30 000 | |
Quelle: BFS – SZENARIEN
© BFS 2025
Hypothesen zur internationalen WanderungT4
| Hypothesen | Staatsangehörigkeit | Einwanderungen | Auswanderungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 2030 | 2055 | 2025 | 2030 | 2055 | ||
| Referenz | Schweiz | 25 000 | 25 000 | 25 000 | 30 000 | 30 000 | 30 000 |
| EWR | 102 500 | 102 500 | 87 500 | 60 000 | 60 000 | 60 000 | |
| Nicht-EWR | 52 500 | 52 500 | 52 500 | 30 000 | 30 000 | 30 000 | |
| Ausland total | 155 000 | 155 000 | 140 000 | 90 000 | 90 000 | 90 000 | |
| Total | 180 000 | 180 000 | 165 000 | 120 000 | 120 000 | 120 000 | |
| Hoch | Schweiz | 32 500 | 32 500 | 32 500 | 35 000 | 35 000 | 35 000 |
| EWR | 125 000 | 125 000 | 105 000 | 70 000 | 70 000 | 70 000 | |
| Nicht-EWR | 62 500 | 62 500 | 62 500 | 35 000 | 35 000 | 35 000 | |
| Ausland total | 187 500 | 187 500 | 167 500 | 105 000 | 105 000 | 105 000 | |
| Total | 220 000 | 220 000 | 200 000 | 140 000 | 140 000 | 140 000 | |
| Tief | Schweiz | 17 500 | 17 500 | 17 500 | 25 000 | 25 000 | 25 000 |
| EWR | 80 000 | 80 000 | 70 000 | 50 000 | 50 000 | 50 000 | |
| Nicht-EWR | 42 500 | 42 500 | 42 500 | 25 000 | 25 000 | 25 000 | |
| Ausland total | 122 500 | 122 500 | 112 500 | 75 000 | 75 000 | 75 000 | |
| Total | 140 000 | 140 000 | 130 000 | 100 000 | 100 000 | 100 000 | |
Quelle: BFS – SZENARIEN
© BFS 2025
2.4 Erwerb des Schweizer Bürgerrechts
2.4.1 Vergangene Entwicklung und aktuelle Situation
Von 1992 bis 2006 stieg die jährliche Zahl der Einbürgerungen in der Schweiz stetig von 11 000 auf 47 000. Danach schwankte sie zwischen knapp 33 000 und 45 000. Der Höchststand von 45 000 Einbürgerungen wurde 2017 erreicht, ein Jahr vor dem Inkrafttreten des neuen Bürgerrechtsgesetzes (BüG), das die Voraussetzungen für die Einbürgerung teilweise verschärft hat. 2023 erwarben 41 000 Personen das Schweizer Bürgerrecht.
2.4.2 Erläuterungen zur Wahl der Hypothesen
Die Zahl der Einbürgerungen in der Schweiz hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: der Anzahl berechtigter Personen, der Bereitschaft dieser Personen, die Staatsangehörigkeit zu beantragen, und der Bereitschaft der Behörden, sie ihnen zu gewähren. Aktuell leben gemäss Schätzungen mehr als zwei Millionen ausländische Personen lange genug in der Schweiz, um ein Einbürgerungsgesuch zu stellen. In allen drei Grundszenarien nimmt die ständige ausländische Wohnbevölkerung in der Schweiz infolge der Wanderungsbewegungen zu. Folglich gibt es in der Schweiz immer mehr Personen, die ein Einbürgerungsgesuch stellen könnten. Bei allen drei Hypothesen pendelt sich die Zahl der Einbürgerungen auf recht hohem Niveau ein (vgl. gr-d-01.03.01-029).
Gemäss Referenzhypothese halten die strengen Bedingungen für den Erwerb des Schweizer Bürgerrechts viele Personen davon ab, ein Gesuch zu stellen. Zudem haben Personen aus den EWR-Ländern aufgrund der bilateralen Abkommen ein geringeres Interesse, den Schweizer Pass zu erhalten. Bei Personen, die nicht aus dem EWR stammen, ist der Wunsch, die Schweizer Staatsbürgerschaft zu erhalten, am grössten; aufgrund derer Gesuche bleibt die Zahl der Einbürgerungen auf einem relativ hohen Niveau. Die Referenzhypothese rechnet für den gesamten Projektionszeitraum mit rund 40 000 Einbürgerungen pro Jahr (vgl. T5).
Gemäss der «hohen» Hypothese nimmt der Anteil Personen, die sich in der Schweiz einbürgern lassen könnten, aufgrund höherer Wanderungssaldi deutlich zu. Trotz der strengeren Auflagen für den Erwerb des Schweizer Passes bleibt die Zahl der Einbürgerungen in den kommenden Jahrzehnten hoch. Darüber hinaus geht die «hohe» Hypothese davon aus, dass mehr ausländische Personen, die schon lange in der Schweiz leben, eingebürgert werden. Somit erhalten im Projektionszeitraum jährlich 45 000 Personen einen Schweizer Pass (vgl. T5).
Gemäss der «tiefen» Hypothese führen zwei Faktoren zu einer vergleichsweise tiefen Anzahl Einbürgerungen. Erstens zeigen Personen aus EWR-Ländern – d. h. die grösste Gruppe Personen, die ein Gesuch stellen können – wenig Interesse am Schweizer Pass. Zweitens ist die Einwanderung von Personen aus Drittstaaten, die grundsätzlich eher geneigt wären, ein Einbürgerungsgesuch zu stellen, relativ gering. Die jährliche Zahl der Einbürgerungen beläuft sich gemäss der «tiefen» Hypothese demnach für den gesamten Projektionszeitraum auf 35 000 (vgl. T5).
Hypothesen zum Erwerb des Schweizer
BürgerrechtsT5
| Hypothesen | Staatsangehörigkeit | Erwerb des Schweizer Bürgerrechts | |
|---|---|---|---|
| 2025 | 2055 | ||
| Referenz | EWR | 22 500 | 22 500 |
| Nicht-EWR | 17 500 | 17 500 | |
| Ausland total | 40 000 | 40 000 | |
| Hoch | EWR | 25 000 | 25 000 |
| Nicht-EWR | 20 000 | 20 000 | |
| Ausland total | 45 000 | 45 000 | |
| Tief | EWR | 20 000 | 20 000 |
| Nicht-EWR | 15 000 | 15 000 | |
| Ausland total | 35 000 | 35 000 | |
Quelle: BFS – SZENARIEN
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Klimawandel und Bevölkerungsprojektionen
Welche Auswirkungen könnten Klima- und Umweltveränderungen auf die Bevölkerungsentwicklung künftig haben? Sollten diese in den Bevölkerungsprojektionen berücksichtigt werden und wenn ja, wie? Das BFS hat diese Fragen in den Jahren 2022 und 2023 im Rahmen eines Projekts im Zusammenhang mit der Unlocking the Power of Data Initiative (UPDI) des Bundes untersucht. Sie bestand aus einer Literaturrecherche und mehreren Treffen mit Fachpersonen aus den Bereichen Demografie und Klima- und Umweltwissenschaften – darunter einer Sitzung am World Statistics Congress in Ottawa im Jahr 2023. Das Fazit aus diesen Diskussionen und Nachforschungen hat das BFS im Jahr 2024 publiziert: Bevölkerung und Umwelt R «Das Klima in der Demografie» S. 2–6.
Auf der Grundlage der Schlussfolgerungen aus diesem Projekt sowie der Ergebnisse der Expertengruppen, die an der Erarbeitung der neuen Szenarien mitgearbeitet haben, wurde eine qualitative Hypothese über die Sterblichkeit im Zusammenhang mit dem Klimawandel erstellt (vgl. T6, «Klimawandel»).
Zusammenfassung der qualitativen HypothesenT6a
| Faktor | Empirisches Argument | «Hohes» Szenario | Referenzszenario | «Tiefes» Szenario |
|---|---|---|---|---|
| Geburtenhäufigkeit | Geburtenhäufigkeit ↑ | Geburten- häufigkeit → |
Geburtenhäufigkeit ↓ | |
| Familienpolitik | Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch ausreichende vor- und ausserschulische Betreuung sowie familienfreundliche Arbeitsbedingungen begünstigen die Familienplanung. | bessere Vereinbarkeit | neutral / unverändert | kaum / keine bessere Vereinbarkeit |
| Wahrnehmung der (inter-)nationalen Situation | Die Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftliche, politische, ökologische und sicherheitstechnische Situation in der Schweiz und in der Welt bremst die Familienplanung. | Unbeschwertheit und Gefühl der Sicherheit | neutral / unverändert | Sorgen und starke Unsicherheit |
| Dauer der Ausbildung | Eine lange Ausbildung verschiebt die Verwirklichung eines Kinderwunsches tendenziell in ein höheres, weniger fruchtbares Alter und verringert damit die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder geboren werden. | kurze durchschnittliche Dauer | neutral / unverändert | lange durchschnittliche Dauer |
| Biologische Fruchtbarkeit | Die biologische Zeugungsfähigkeit kann durch Umweltfaktoren (Substanzen in Konsumgütern) und einen schlechten allgemeinen Gesundheitszustand von Männern und Frauen (Lebensweise, Stressniveau usw.) beeinträchtigt werden. | Zunahme der biologischen Fruchtbarkeit | neutral / unverändert | Abnahme der biologischen Fruchtbarkeit |
| Medizinischer Fortschritt | Der medizinische Fortschritt macht die Fortpflanzung bei Fruchtbarkeitsproblemen möglich, insbesondere in höherem Alter. | grosse medizinische Fortschritte | neutral / unverändert | kaum / kein medizinischer Fortschritt |
| Gesellschaftliche Familiennorm | Die gesellschaftliche Norm beeinflusst die Familienplanung von Männern und Frauen; das Ideal der Zwei-Kind-Familie könnte fortbestehen oder in Frage gestellt werden. | Fortbestehen des Ideals der Zwei-Kind-Familie | neutral / unverändert | gesellschaftliche Akzeptanz von Kinderlosigkeit |
| Einwanderung aus Ländern mit hoher ZGZ | Eine starke Einwanderung aus aussereuropäischen Ländern mit hoher ZGZ begünstigt Geburten insofern, als die ZGZ der eingewanderten Frauen in den Jahren nach der Ankunft höher ist als die ZGZ der Frauen, die schon länger in der Schweiz leben. | starke aussereuropäische Einwanderung | neutral / unverändert | geringe aussereuropäische Einwanderung |
Quelle: BFS – SZENARIEN
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Zusammenfassung der qualitativen HypothesenT6b
| Sterblichkeit | Sterblichkeit ↓ | Sterblichkeit → | Sterblichkeit ↑ | |
|---|---|---|---|---|
| Medizinischer Fortschritt | Der medizinische Fortschritt kann dazu beitragen, dass die Zahl der Todesfälle bei den häufigsten Todesursachen, namentlich Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und in geringerem Masse auch Infektionskrankheiten, sinkt. | grosser medizinischer Fortschritt | neutral / unverändert | kaum / kein medizinischer Fortschritt |
| Gesundheitspolitische Massnahmen | Gesundheitspolitische Massnahmen, die den Zugang zur Gesundheitsversorgung und die Gesundheitskompetenz beeinflussen, können dazu beitragen, verschiedene Todesursachen (Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, risikoreiches Verhalten) zurückzudrängen. | aktive Massnahmen | neutral / unverändert | kaum / keine Massnahmen |
| Gesundheitsverhalten | Eine verbesserte Lebensweise und ein gesünderes Konsumverhalten fördern die Langlebigkeit. | besseres Gesundheitsverhalten | neutral / unverändert | schlechteres Gesundheitsverhalten |
| Arbeitssicherheit | Verbesserungen im Bereich der Arbeitssicherheit und weniger Personen, die in gefährlichen Berufen arbeiten, senken die Sterblichkeit im Erwerbsalter. | grosser Fortschritt bei der Arbeitssicherheit | neutral / unverändert | kaum / kein Fortschritt bei der Arbeitssicherheit |
| Klimawandel | Hitzeperioden gehen mit einer erhöhten Sterblichkeit einher; deren Häufigkeit und Intensität nehmen mit dem Klimawandel tendenziell zu. Die Einführung von Schutzmassnahmen für gefährdete Bevölkerungsgruppen kann die Auswirkungen von Hitze auf die Sterblichkeit abschwächen. | moderater Klimawandel | neutral / unverändert | beschleunigter Klimawandel |
Quelle: BFS – SZENARIEN
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Zusammenfassung der qualitativen HypothesenT6c
| Wanderungsbewegungen | Wanderungssaldo ↑ | Wanderungs-saldo → | Wanderungssaldo ↓ | |
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| Attraktivität der Schweiz | Der Lebensstandard und die Qualität der Infrastruktur in der Schweiz im Vergleich zu den Nachbarländern beeinflussen die Neigung der Menschen, in die Schweiz zu ziehen bzw. in der Schweiz zu bleiben. | erhöhte Attraktivität | neutral / unverändert | verminderte Attraktivität |
| Wirtschaftliche Situation | Eine günstige Wirtschaftslage geht mit einer grossen Nachfrage nach Arbeitskräften einher, die der Binnenarbeitsmarkt nicht alleine befriedigen kann. | Wirtschaftswachstum | neutral / unverändert | Wirtschaft stagniert oder schrumpft |
| Demografische Alterung in Europa | Die demografische Alterung nimmt in den meisten europäischen Ländern zu, was den Wettbewerb auf dem europäischen Arbeitsmarkt um Personen im erwerbsfähigen Alter erhöht und ihre Migration in die Schweiz hemmt. | verlangsamte Alterung | neutral / unverändert | verstärkte Alterung |
| Geopolitische Lage | Die geopolitische Lage in den umliegenden und weiter entfernten Ländern beeinflusst die Anzahl der Asylanträge in Europa und der Schweiz. | instabile und konfliktreiche Lage | neutral / unverändert | stabile und friedliche Lage |
| Migrationspolitik | In einer Demokratie bestimmen Meinung und Haltung der Bevölkerung die Migrationspolitik. Diese kann die Hürden für die Einwanderung erhöhen oder im Gegenteil senken bzw. die (Wieder-)Auswanderung fördern. | offene und integrative Politik | neutral / unverändert | restriktive und exklusive Politik |
Quelle: BFS – SZENARIEN
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Zusammenfassung der qualitativen HypothesenT6d
| Erwerb des Schweizer Bürgerrechts | Anzahl Einbürgerungen ↑ | Anzahl Einbürgerungen → | Anzahl Einbürgerungen ↓ | |
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| Interesse am Schweizer Pass | Das Interesse am Schweizer Pass variiert je nachdem, wie attraktiv die Schweiz als langfristiges Wohnsitzland ist. | starkes Interesse | neutral / unverändert | geringes Interesse |
| Einbürgerungspolitik | Die Vergabe des Schweizer Bürgerrechts durch die Behörden beruht auf gesetzlichen Rahmenbedingungen; je höher die Anforderungen sind, desto geringer ist die Zahl der Einbürgerungen. | wenig selektive Regeln, geringe Anforderungen | neutral / unverändert | selektive Regeln, hohe Anforderungen |
| Aussereuropäische Einwanderung | Personen, die von der Personenfreizügigkeit ausgeschlossen sind, haben ein stärkeres Interesse am Schweizer Pass; wandern mehr entsprechende Personen ein, können die Anzahl Einbürgerungsgesuche und schliesslich die Anzahl Einbürgerungen ansteigen. | starke aussereuropäische Einwanderung | neutral / unverändert | geringe aussereuropäische Einwanderung |
Quelle: BFS – SZENARIEN
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