Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)
Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)

Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)

Erwerbsbeteiligung der Frauen 2010–2019

Zusammenfassung

Zwischen 2010 und 2019 ist die Erwerbstätigenquote der Frauen kontinuierlich gestiegen, und dies insbesondere bei Müttern mit jüngstem Kind unter 7 Jahren und bei 55- bis 64-jährigen Frauen. Die Vollzeiterwerbstätigkeit ist leicht zurückgegangen und der durchschnittliche Beschäftigungsgrad der teilzeiterwerbstätigen Frauen hat sich erhöht.

Die Merkmale der erwerbstätigen Frauen haben sich im untersuchten Zeitraum ebenfalls verändert. Zum einen ist das Durchschnittsalter aufgrund der verstärkten Erwerbsbeteiligung der 55- bis 64-Jährigen und des Rückgangs der 15- bis 24-Jährigen (längere Ausbildungszeiten) gestiegen, zum anderen sind die Frauen, gemessen an ihrer Ausbildung und dem ausgeübten Beruf, besser qualifiziert als 2010.

Diese Tendenzen lassen sich auch auf europäischer Ebene beobachten. In allen EU- und EFTA-Staaten ist bei den erwerbstätigen Frauen sowohl der Anteil der ­50­-­ bis 64-Jährigen als auch jener mit tertiären Bildungsabschlüssen ­(ausser in Island) gestiegen, und die hochqualifizierten Berufe haben bei den Frauen in den meisten untersuchten Ländern ebenfalls an Bedeutung gewonnen.

1 Einleitung

In der Schweiz ist die weibliche ständige Wohnbevölkerung zwischen 2010 und 2019 um 290 000 Frauen bzw. um 8,6% gestiegen (15-Jährige und Ältere  Wenn nicht anders spezifiziert, beziehen sich die Ergebnisse auf die 15-Jährigen und Älteren.  ). Diese Entwicklung geht mit einer verstärkten Erwerbsbeteiligung einher: Die weiblichen ­Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose gemäss ILO) nahmen in diesem Zeitraum um 14,0% zu, während sich die Zahl der weiblichen Nichterwerbspersonen mit +0,4% kaum verändert hat. Zusätzlich hat sich die Zusammensetzung der erwerbstätigen Frauen nach diversen Merkmalen verändert.

In dieser Publikation wird zum einen die Entwicklung der Erwerbstätigenquote und der Beschäftigungsgrade der Frauen dargestellt, zum anderen wird der Fokus auf die Merkmale der weiblichen Erwerbstätigenbevölkerung gelegt und untersucht, in welchem Ausmass Veränderungen innerhalb dieser spezifischen Bevölkerungsgruppe stattgefunden haben. Einige Ergebnisse werden im europäischen Kontext verglichen. Die Situation der Männer wird nicht detailliert kommentiert, vergleichende Zahlen zu den Hauptindikatoren sind jedoch im Anhang dieser Publikation verfügbar (vgl. TA3–TA5).

Die Analysen basieren auf den Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE)  Als Quelle für die europäischen Vergleiche dienen die europäischen Arbeits-kräfteerhebungen (Labour Force Survey, LFS). Die entsprechenden Daten für die Schweiz sind mit der SAKE identisch. .

2 Erwerbstätigenquoten der Frauen

Starke Zunahme der Erwerbstätigenquote
bei den 55- bis 64-jährigen Frauen

Die Erwerbstätigenquote der 15- jährigen und älteren Frauen ist zwischen 2010 und 2019 von 56,9% auf 60,0% gestiegen. Werden die Frauen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre) berücksichtigt, hat sie gar um +5,0 Prozentpunkte auf 76,3% zugenommen. Dies ist hauptsächlich auf die 55- bis 64-jährigen Frauen zurückzuführen, bei denen die Erwerbstätigenquote um 9,6 Prozentpunkte auf 66,6% gestiegen ist. Frauen im Alter zwischen 25 und 54 Jahren weisen mit über 80% im Jahr 2019 die höchsten Quoten auf, die Zunahme war bei ihnen aber etwas weniger stark ausgeprägt (25- bis 39-Jährige: +6,3 Prozentpunkte auf 83,5%; 40- bis 54-Jährige: +4,0 Prozentpunkte auf 82,5%). Jede zwölfte Frau im Rentenalter ist erwerbstätig – mehrheitlich zu geringen Beschäftigungsgraden, was im zeitlichen Vergleich einer Erhöhung von 2,0 Prozentpunkten entspricht (2010: 6,3%; 2019: 8,3%). Bei den 15- bis 24-jährigen Frauen sind im untersuchten Zeitraum gewisse Schwankungen festzustellen, dabei belief sich die Quote sowohl 2010 als auch 2019 auf demselben Niveau (vgl. G1).

Erwerbstätigenquote der Mütter mit Kind
unter 7 Jahren erhöht sich um 10 Prozentpunkte

Bei den unter 65-jährigen Müttern mit jüngstem Kind unter 7 Jahren hat die Erwerbsbeteiligung innerhalb der letzten zehn Jahre deutlich zugenommen. Ihre Erwerbstätigenquote lag im Jahr 2019 auf demselben Niveau wie jene der gleichaltrigen Frauen ohne Kinder unter 15 Jahren. Bei Ersteren stieg die entsprechende Quote um 10,3 Prozentpunkte auf 74,8% und bei Letzteren um 4,0 Prozentpunkte auf 75,8%. Mütter mit jüngstem Kind zwischen 7 und 14 Jahren wiesen im gesamten Berichtszeitraum höhere Erwerbstätigenquoten auf als Frauen ohne Kinder unter 15 Jahren. Bei ihnen beläuft sich die Erhöhung der Erwerbstätigenquote auf 4,8 Prozentpunkte (2019: 81,7%).

Zunahme der Erwerbstätigenquote bei Frauen
mit nachobligatorischer Ausbildung

Nach Ausbildung betrachtet lassen sich unterschiedliche Tendenzen der Erwerbsbeteiligung beobachten: Während sich die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-jährigen Frauen ohne nachobligatorische Ausbildung 2010 (56,8%) als auch 2019 (56,6%) auf gleichem Niveau belief, ist die entsprechende Quote bei Frauen mit nachobligatorischer Ausbildung deutlich gestiegen (Sekundarstufe II: +3,4 Prozentpunkte auf 77,2%; Tertiärstufe: +4,3 Prozentpunkte auf 84,7%). Folglich war die Erwerbstätigenquote der Frauen mit tertiärer Ausbildung im Jahr 2019 eineinhalb Mal höher als jene der Frauen mit Ausbildung auf Sekundarstufe I.

Höchste Erwerbstätigenquote der Frauen in Island

Im europäischen Vergleich bestehen bezüglich Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-jährigen Frauen markante Unterschiede. Die Schweiz steht 2019 an zweiter Position (76,3%; vgl. G2). Nur in Island, wo 81,9% der Frauen erwerbstätig sind, ist die entsprechende Quote höher (EU28: 64,1%). In Schweden (75,4%), den Niederlanden (74,1%) und Norwegen (73,1%) sind ebenfalls überdurchschnittliche Erwerbstätigenquoten zu verzeichnen. In diesen Ländern zählten die Erwerbstätigenquoten der Frauen bereits im Jahr 2010 zu den höchsten, ebenso jene in Finnland und Dänemark (2010: 66,9% bzw. 69,5%; 2019: 71,8% bzw. 72,0%). Die Nachbarländer der Schweiz weisen ein unterschiedliches Muster auf. In Österreich und Deutschland waren 2010 etwas mehr als 65% der Frauen erwerbstätig, 2019 waren es rund 70%. Demgegenüber verzeichnet Italien die zweittiefste Erwerbstätigenquote (2010: 46,1%; 2019: 50,1%).

3 Beschäftigungsgrad der erwerbstätigen Frauen und Mehrfacherwerbstätigkeit

Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrads der teilzeiterwerbstätigen Frauen um 3 Prozentpunkte

Im Jahr 2019 belief sich der durchschnittliche Beschäftigungsgrad aller erwerbstätigen Frauen auf 68%. Gegenüber 2010 hat er sich nicht wesentlich verändert (67%). Zwar ist bei den erwerbstätigen Frauen in diesem Zeitraum ein leichter Rückgang der Vollzeiterwerbstätigen zu beobachten, dieser wurde jedoch durch eine Zunahme der höheren Teilzeitpensen kompensiert.

Werden statt aller erwerbstätigen Frauen nur die teilzeiterwerbstätigen Frauen betrachtet, so ist eine Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrads von 46% auf 49% zu verzeichnen. Dieser ist insbesondere bei Müttern gestiegen (mit jüngstem Kind unter 7 Jahren: von 42% auf 47%; mit jüngstem Kind zwischen 7 und 14 Jahren: von 44% auf 48%). 25- bis 39-jährige sowie 55- bis 64-jährige teilzeiterwerbstätige Frauen arbeiten ebenfalls zu einem deutlich höheren Beschäftigungsgrad als noch 2010 (von 48% bzw. 47% auf 52% bzw. 51%). Auch wenn der durchschnittliche Beschäftigungsgrad zugenommen hat, bleibt er auf verhältnismässig tiefem Niveau, was u.a. zu geringen Sparbeiträgen in der 2. Säule und somit entsprechend tiefen Renteneinkommen führen kann.

Rückgang der Vollzeiterwerbstätigkeit
um 1,3 Prozentpunkte

Die Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrads der teilzeiterwerbstätigen Frauen ist hauptsächlich auf die Zunahme des Anteils der Beschäftigungsgrade zwischen 70% und 89% zurückzuführen (+2,7 Prozentpunkte auf 16,2% im Jahr 2019; vgl. G3). Beschäftigungsgrade zwischen 20% und 69% haben sich im Berichtszeitraum kaum verändert, während der Anteil der Teilzeitpensen unter 20% leicht zurückgegangen ist (–0,7 Prozentpunkte auf 5,3%). Die Vollzeiterwerbstätigkeit verringerte sich gegenüber 2010 um 1,3 Prozentpunkte. 2019 arbeiteten 40,1% der erwerbstätigen Frauen Vollzeit. Der Rückgang des Anteils der vollzeiterwerbstätigen Frauen war im primären Sektor (–9,6 Prozentpunkte auf 37,3%) und bei den 15- bis 24-Jährigen (–8,1 Prozentpunkte auf 64,9%) besonders ausgeprägt.

Teilzeitanteil der Frauen nur in den Niederlanden höher

Auch die Teilzeitquoten unterscheiden sich im europäischen Vergleich deutlich voneinander. Analog zur Erwerbstätigkeit steht die Schweiz betreffend Teilzeit an zweiter Stelle, was bedeutet, dass die gesamte Erwerbstätigkeit der Frauen hierzulande zwar hoch ist, dies aber oft zu einem reduzierten Beschäftigungsgrad erfolgt. 2019 arbeiteten in der Schweiz 62,7% der erwerbstätigen Frauen gemäss europäischer Definition  Gemäss Definition von Eurostat gelten Beschäftigungsgrade von weniger als 100% als Teilzeit. Teilzeit (2010: 60,8%; vgl. G4). Dieser Wert wird einzig von den Niederlanden übertroffen, trotz Rückgang zwischen 2010 und 2019 (–1,1 Prozentpunkte auf 75,5%). Deutschland und Österreich zeichnen sich mit 48% ebenfalls durch hohe Teilzeitquoten der Frauen aus, in Österreich hat die Quote zudem mit +3,9 Prozentpunkten überdurchschnittlich zugenommen (2019: 47,7%; Deutschland: +1,8 Prozentpunkte auf 47,6%). In Italien und Frankreich sind die Quoten mit rund 30% tiefer. Während Italien mit einem Plus von 4,0 Prozentpunkten europaweit die höchste Zunahme der Teilzeiterwerbstätigkeit verzeichnet (2019: 32,9%), war der Teilzeitanteil in Frankreich rückläufig (–1,7 Prozentpunkte auf 28,4%). In Bulgarien sind die tiefsten Teilzeitanteile zu beobachten (2010: 2,6%; 2019: 2,4%), im europäischen Schnitt arbeitete 2010 und 2019 knapp jede dritte Frau Teilzeit.

Jede zehnte Frau ist mehrfacherwerbstätig

Teilzeiterwerbstätige Frauen kombinieren häufiger mehrere Stellen als Vollzeiterwerbstätige. So üben in der Schweiz 15,2% der teilzeiterwerbstätigen Frauen mehr als eine Beschäftigung aus verglichen mit 3,4% der vollzeiterwerbstätigen Frauen. Insgesamt sind 10,7% aller erwerbstätigen Frauen ohne Lernende mehrfacherwerbstätig und seit 2010 (9,0%) ist dieser Anteil konstant gestiegen. Frauen in den mittleren Altersklassen gehen am häufigsten mehreren Beschäftigungen nach (40- bis 54-Jährige: 13,3% bzw. +2,0 Prozentpunkte gegenüber 2010; 55- bis 64-Jährige: 11,1% bzw. +2,1 Prozentpunkte), die Zunahme der Mehrfacherwerbstätigkeit war bei den 15- bis 24-jährigen und den 65-jährigen und älteren Frauen mit knapp +3 Prozentpunkten dafür ausgeprägter (2019: 7,8% bzw. 7,3%).

Mehrfacherwerbstätigkeit ist in der Schweiz mehr
als doppelt so hoch wie im gesamteuropäischen
Durchschnitt

Im europäischen Vergleich weist Island den höchsten Anteil an mehrfacherwerbstätigen Frauen auf, gefolgt von der Schweiz, und in diesen beiden Ländern nahm die Zahl der Frauen mit mehreren Stellen auch überdurchschnittlich zu (+2,2 Prozentpunkte auf 11,4% bzw. +1,8 Prozentpunkte auf 10,4% Inkl. Lernende. In einigen europäischen Ländern wird der Anteil Mehrfacherwerbstätige unterschätzt, da bei den Interviews oftmals ein Haushaltsmitglied über eine andere Person desselben Haushalts Auskunft gibt. Diese Unterschätzungen halten sich jedoch in Grenzen und die Intensität der Unterschiede zwischen den Ländern ist nicht in Frage zu stellen. , vgl. G5). In den nordeuropäischen Ländern ist die Mehrfacherwerbstätigkeit allgemein stark verbreitet. In der EU28 ist der Anteil der mehr­facherwerbstätigen Frauen knapp halb so hoch wie in der Schweiz. In Frankreich (6,6%), Deutschland (6,0%) und Österreich (4,3%) geht rund eine von zwanzig Frauen mehreren Beschäftigungen nach, in Italien sind es mit 1,7% deutlich weniger.

4 Merkmale der weiblichen
Erwerbstätigenbevölkerung

Durchschnittsalter der erwerbstätigen Frauen
ist gestiegen

Das Durchschnittsalter aller erwerbstätigen Frauen ist zwischen 2010 und 2019 von 40,5 Jahren auf 41,7 Jahre gestiegen. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die bereits erwähnte, bemerkenswerte Zunahme der Erwerbsbeteiligung der 55- bis 64-jährigen Frauen zurückzuführen. Der Anteil dieser Altersgruppe an allen erwerbstätigen Frauen hat sich von 14,0% auf 16,9% erhöht. Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen, der 2010 auf gleichem Niveau lag wie jener der 55- bis 64-Jährigen, sank im Berichtszeitraum um 2,4 Prozentpunkte auf 12,1%, was u.a. auf längere Ausbildungszeiten zurückzuführen ist und mit ein Grund für die Erhöhung des höheren Durchschnittsalters war. Die 25- bis 54-Jährigen machten sowohl 2010 als auch 2019 zwei Drittel der weiblichen Erwerbstätigen aus (69,0% bzw. 67,6%).

Anteil der 50- bis 64-jährigen erwerbstätigen Frauen
nimmt in den EU- und EFTA-Staaten zu

Die untersuchten Länder weisen untereinander eine sehr unterschiedliche Altersstruktur der erwerbstätigen Frauen auf, die Tendenz einer älter werdenden Erwerbstätigenbevölkerung ist aber dieselbe. Mit Ausnahme von Island ist der Anteil der 50- bis 64-jährigen erwerbstätigen Frauen europaweit überall gestiegen und dies insbesondere in Italien (+12,0 Prozentpunkte auf 35,4% Die Anteile beziehen sich auf die weibliche Erwerbstätigenbevölkerung von 15 bis 64 Jahren. ; vgl. TA1). Auch Deutschland und Litauen verzeichnen einen deutlichen Zuwachs an 50- bis 64-jährigen Frauen in der Erwerbstätigenbevölkerung und gehörten 2019 zu den Ländern mit den höchsten Anteilen dieser Altersgruppe (+8,9 Prozentpunkte bzw. +9,4 Prozentpunkte auf je 36,7%).

Mehr Mütter mit Kind unter 7 Jahren erwerbstätig

In der Schweiz waren im untersuchten Zeitraum über 70% der 15- bis 64-jährigen weiblichen Erwerbstätigenbevölkerung Frauen ohne Kinder unter 15 Jahren. Der Anteil der Mütter mit jüngstem Kind unter 7 Jahren hat zwischen 2010 und 2019 aufgrund ihrer deutlich gestiegenen Erwerbsbeteiligung zugenommen. Teilten sich 2010 die knapp 30% erwerbstätigen Frauen mit Kind unter 15 Jahren je hälftig auf Mütter mit jüngstem Kind unter 7 Jahren (14,4%) und Mütter mit jüngstem Kind zwischen 7 und 14 Jahren (14,3%) auf, hat sich dieses Verhältnis 2019 zugunsten der Mütter mit jüngstem Kind unter 7 Jahren geändert: Der Anteil der Letzteren belief sich auf 15,5% gegenüber 12,9% der Mütter mit jüngstem Kind zwischen 7 und 14 Jahren.

Überdurchschnittliche Zunahme der Tertiärabschlüsse
bei den 25- bis 39-jährigen erwerbstätigen Frauen

Im Jahr 2019 waren die erwerbstätigen Frauen besser qualifiziert als 2010. So ist der Anteil derjenigen mit tertiärem Bildungsabschluss um +12,7 Prozentpunkte auf 39,2% deutlich gestiegen. Allerdings verfügte immer noch jede zweite erwerbstätige Frau über einen Abschluss auf Sekundarstufe II, auch wenn dieser Wert um 6,3 Prozentpunkte zurückgegangen ist (Sekundarstufe I: –6,4 Prozentpunkte auf 12,8%).

Eine ausgeprägte Zunahme der tertiären Bildungsabschlüsse ist mit +18,9 Prozentpunkten auf 55,4% bei den Frauen im Alter von 25 bis 39 Jahren zu vermerken (vgl. G6), zugleich ist der Anteil der Abschlüsse auf Sekundarstufe II in dieser Altersgruppe stark gesunken (–12,7 Prozentpunkte auf 38,9%). Die 40- bis 54-jährigen Frauen haben bezüglich Tertiärabschluss ebenfalls deutlich zugelegt (+11,3 Prozentpunkte auf 39,2%).

Tertiäre Bildungsabschlüsse gewinnen
in allen EU- und EFTA-Staaten an Bedeutung

Im europäischen Durchschnitt verfügten im Jahr 2019 14,0% der erwerbstätigen Frauen  25- bis 74-Jährige über eine Ausbildung auf Sekundarstufe I, 44,0% über eine Ausbildung auf Sekundarstufe II und die restlichen 42,0% über eine Ausbildung auf Tertiärstufe (vgl. TA2). In der Schweiz belaufen sich die entsprechenden Werte auf 9,6%, 47,0% sowie 43,4%. In Irland sind anteilsmässig die meisten erwerbstätigen Frauen mit tertiärer Ausbildung vorzufinden (58,9%). Dieser Wert ist mehr als doppelt so hoch wie in Rumänien (26,4%).

In allen untersuchten Ländern ist die tertiäre Ausbildung bei den erwerbstätigen Frauen gestiegen, und dies insbesondere in Österreich (+17,8 Prozentpunkte auf 37,9%), Luxemburg (+16,8 Prozentpunkte auf 55,1%) und Island (+16,6 Prozentpunkte auf 57,2%; Schweiz: +13,4 Prozentpunkte auf 43,4%). In ­Deutschland (+2,6 Prozentpunkte auf 30,0%) fiel die Zunahme vergleichsweise schwächer aus. Parallel zur Entwicklung der höher qualifizierten erwerbstätigen Frauen hat der Anteil der erwerbstätigen Frauen ohne nachobligatorische Ausbildung in allen EU- und EFTA-Staaten abgenommen.

Stärkster Zuwachs der Frauen fand
im Gesundheits- und Sozialwesen statt

Im Jahr 2019 arbeiteten prozentual die meisten Frauen im ­Gesundheits- und Sozialwesen (23,7%; vgl. G7). Der Anteil der in diesem Wirtschaftsabschnitt nach Allgemeiner Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA 2008) tätigen Frauen ist seit 2010 stetig gestiegen und hat mit +2,8 Prozentpunkten zugleich die höchste Zunahme erfahren. An zweiter Stelle folgt mit 12,9% die Branche «Handel und Reparaturgewerbe», für die zwischen 2010 und 2019 aber der stärkste Rückgang zu verzeichnen ist (–2,8 Prozentpunkte). Ein konstanter Rückgang lässt sich ebenfalls für die im Gastgewerbe tätigen Frauen beobachten, wobei in diesem Wirtschaftsabschnitt deutlich weniger Frauen arbeiten (2010: 5,8%; 2019: 4,7%).

5 Berufliche Qualifikationen und berufliche Stellung der erwerbstätigen Frauen

Anteil der hochqualifizierten Frauen ist in der Schweiz
um 8,8 Prozentpunkte gestiegen

Analog zur Zunahme tertiärer Bildungsabschlüsse sind die erwerbstätigen Frauen auch hinsichtlich des ausgeübten Berufs nach Schweizer Berufsnomenklatur CH-ISCO-19 besser qualifiziert als 2010. Im Jahr 2019 war jede zweite Frau aufgrund ihres Berufs hochqualifiziert, was gegenüber 2010 einer Erhöhung von 8,8 Prozentpunkten entspricht. Als hochqualifiziert gelten Frauen, die in den folgenden Berufshauptgruppen tätig sind: Führungskräfte (+1,2 Prozentpunkte auf 5,3% im Jahr 2019), intellektuelle und wissenschaftliche Berufe (+4,0 Prozentpunkte auf 27,5%) sowie Technikerinnen und gleichrangige nichttechnische Berufe (+3,6 Prozentpunkte auf 17,2%; vgl. G8). Knapp zwei von fünf Frauen waren 2019 in den Berufshauptgruppen ­«Bürokräfte und verwandte Berufe» (17,5%) oder «Dienstleistungsberufe und Verkäuferinnen» (19,4%) tätig. Diese beiden Berufshauptgruppen verloren zwischen 2010 und 2019 an Bedeutung (–2,8 Prozentpunkte bzw. –2,4 Prozentpunkte). Handwerkliche Berufe Handwerks- und verwandte Berufe; Bedienerinnen von Anlagen und Maschinen sowie Montageberufe sowie Berufe in der Land- und Forstwirtschaft waren bei den erwerbstätigen Frauen bereits 2010 schwach vertreten und verzeichneten bis 2019 einen Rückgang um 1,8 Prozentpunkte auf insgesamt 5,9%. Als Hilfsarbeitskräfte waren 2019 6,8% der Frauen tätig (–1,5 Prozentpunkte).

Der Zuwachs an Hochqualifizierten war bei den 25- bis 39-jährigen Frauen am stärksten ausgeprägt, gleichzeitig zeichnet sich diese Altersgruppe durch den grössten Anteil an Hochqualifizierten aus (+12,2 Prozentpunkte auf 59,1%). Bei 40-jährigen und älteren Frauen geht der entsprechende Wert mit dem Alter zurück, bei allen Altersklassen ab 40 Jahren belief sich die Veränderung über die zehn Jahre auf rund plus sechs Prozentpunkte (40- bis 54-Jährige: +6,4 Prozentpunkte auf 49,1%; 55- bis 64-Jährige: +6,0 Prozentpunkte auf 44,1%; 65-Jährige und Ältere: +6,1 Prozentpunkte auf 40,9%). Knapp zwei von fünf 15- bis 24-jährigen Frauen arbeiten in einem hochqualifizierten Beruf, was gegenüber 2010 ebenfalls einer beträchtlichen Zunahme entspricht (+9,5 Prozentpunkte auf 38,8%).

Nach Wirtschaftsbranche betrachtet ist insbesondere die Branche «Information und Kommunikation» mit einer ausgeprägten Zunahme an Hochqualifizierten um +24,2 Prozentpunkte zu erwähnen (2019: 69,2%). Anteilsmässig sind die meisten hochqualifizierten Frauen allerdings mit 82,6% in der Branche «Erziehung und Unterricht» vorzufinden (2010: 81,0%).

Anteil der hochqualifizierten Frauen hat europaweit
um 3,4 Prozentpunkte zugenommen

Im europäischen Vergleich weist Luxemburg den höchsten Anteil an Frauen aus, die in einem hochqualifizierten Beruf  nach International Standard Classification of Occupations ISCO-08. Diese Nomenklatur wird auf internationaler Ebene verwendet und ermöglicht Vergleiche zwischen den Ländern. Auf der Stufe «Berufshauptgruppe» (1-Steller) ist die internationale Nomenklatur ISCO-08 mit der schweizerischen Nomenklatur CH-ISCO-19 identisch. Die Berufe in der CH-ISCO-19 sind auf einer detaillierteren Stufe verfügbar (5-Steller) als jene in der ISCO-08 (bis max. 4-Steller). tätig sind (63,9%), gefolgt von Schweden mit 58,6%. In den nordischen Ländern sind die Hochqualifizierten im Allgemeinen stark vertreten (vgl. G9). In der Schweiz belief sich der entsprechende Wert im Jahr 2019 auf 50,2% und lag somit etwas höher als in Deutschland (49,3%) und Frankreich (46,9%), und deutlich höher als in den beiden anderen Nachbarländern Österreich (42,4%) und Italien (38,5%). Auf der Gegenseite sind in Rumänien knapp 30% als Hochqualifizierte tätig. In der EU28 üben im Schnitt 45,2% der erwerbstätigen Frauen einen hochqualifizierten Beruf aus, was verglichen mit 2010 einem Anstieg von 3,4 Prozentpunkten entspricht. Am stärksten erhöhte sich der Anteil der Hochqualifizierten in Portugal (+11,4 Prozentpunkte auf 37,2%) und Schweden (+10,4 Prozentpunkte).

Ein Viertel der Arbeitnehmerinnen übt
eine Führungsfunktion aus

Als Frauen mit Führungsfunktion gelten in der vorliegenden Analyse die Arbeitnehmerinnen in Unternehmensleitung und die ­Arbeitnehmerinnen mit Vorgesetztenfunktion. Im Gegensatz zum Qualifikationsniveau lässt sich kein klarer Trend zu deutlich mehr Führungsfunktionen beobachten. Im Jahr 2019 hatten 25,3% der Arbeitnehmerinnen eine solche Funktion inne, was gegenüber 2011 Daten zur beruflichen Stellung wurden zwar schon vor 2011 in der SAKE ­erhoben, aufgrund einer wichtigen Änderung bei der Formulierung der Fragestellung sind sie aber nicht direkt mit den Zahlen ab 2011 vergleichbar. zwar einer leichten Zunahme von +1,3 Prozentpunkten entspricht, allerdings war die Entwicklung gewissen Schwankungen unterworfen. Rund eine von fünf Frauen (2019: 18,2%) mit Führungsfunktion ist in der Unternehmensleitung tätig und die restlichen vier Fünftel besetzen eine Stelle mit Vorgesetztenfunktion.

Führungsfunktionen kommen bei Teilzeitstellen und insbesondere bei tiefen Beschäftigungsgraden deutlich seltener vor als bei Vollzeitstellen: Während 34,3% der vollzeiterwerbstätigen Arbeitnehmerinnen in einer Führungsposition sind, beläuft sich der entsprechende Anteil auf 13,4% bei den Arbeitnehmerinnen mit einem Teilzeitpensum von weniger als 50%. Bei jenen mit einem Beschäftigungsgrad zwischen 50% und 89% sind es 23,6%.

Mit steigendem Bildungsniveau nehmen Führungspositionen erwartungsgemäss zu: Frauen mit Ausbildung auf Tertiärstufe besetzen zweieinhalb Mal häufiger eine Stelle mit Führungsfunktion als Frauen mit Ausbildung auf Sekundarstufe I (2019: 31,8% gegenüber 13,0%). Ebenso ist der Anteil der Arbeitnehmerinnen in Unternehmensleitung mit einem tertiären Bildungsabschluss deutlich höher als mit einer Ausbildung auf Sekundarstufe I (23,1% der Frauen mit Führungsfunktion und tertiärer Ausbildung gegenüber 12,1% der entsprechenden Frauen ohne nachobligatorische Ausbildung).

Führungsfunktionen werden von mindestens einem Viertel der 25- bis 64-jährigen Frauen ausgeführt; von den 15- bis 24-Jährigen bzw. den Frauen im Rentenalter ist es weniger als jede Fünfte (vgl. G10).

Je nach Wirtschaftsabschnitt fällt der Anteil der Arbeitnehmerinnen mit Führungsfunktion unterschiedlich aus: Die Spannweite reicht von 16,2% in der Branche «Erziehung und Unterricht» bis 30,0% im Gesundheits- und Sozialwesen (vgl. G11).

25- bis 54-jährige Frauen ohne Kinder unter 15 Jahren sind mit 28,6% etwas häufiger in einer Führungsposition als gleichaltrige Mütter mit jüngstem Kind unter 15 Jahren (Kind unter 7 Jahren:

Schweizerische Arbeitskräfteerhebung

Die SAKE ist eine telefonische Stichprobenerhebung bei den Haushalten, die seit 1991 jährlich vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführt wird. Sie beschreibt die Struktur und die Entwicklung der Erwerbsbevölkerung sowie das Erwerbsverhalten in der Schweiz. Im Hinblick auf die internationale Vergleichbarkeit stützt sich das BFS auf die Empfehlungen des ILO und auf die Normen von Eurostat zu den Arbeitskräfteerhebungen. Von 1991 bis 2009 wurde die Befragung nur im 2. Quartal durchgeführt. Gemäss dem ­bilateralen Statistikabkommen zwischen der Schweiz und der EU wird die SAKE heute kontinuierlich geführt mit dem Ziel, Quartalsindikatoren zum Arbeitsangebot zu produzieren. Die SAKE wird von einem privaten Marktforschungsinstitut im Auftrag des BFS durchgeführt. Die jährliche Basisstichprobe umfasst seit 2010 rund 100 000 Interviews pro Jahr. Sie wird ergänzt durch eine Spezialstichprobe von rund 20 000 Interviews mit Ausländerinnen und Ausländern. Grundgesamtheit der SAKE ist die ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren. Dank eines rotierenden Panels können dieselben Personen innerhalb von 15 aufeinanderfolgenden Monaten vier Mal befragt werden.

Methodischer Hinweis:

Definitionen im Bereich des Arbeitsmarkts

Erwerbstätige

Als Erwerbstätige gelten Personen im Alter von mindestens 15 Jahren, die während der Referenzwoche

– mindestens eine Stunde gegen Entlöhnung gearbeitet haben; oder

– trotz zeitweiliger Abwesenheit von ihrem Arbeitsplatz (wegen Krankheit, Ferien, Mutterschaftsurlaub, Militärdienst usw.) weiterhin eine Arbeitsstelle als Selbstständigerwerbende oder Arbeitnehmende hatten; oder

– unentgeltlich im Familienbetrieb mitgearbeitet haben.

Erwerbstätigenquote

Erwerbstätige geteilt durch die ständige Wohnbevölkerung.

Erwerbslose gemäss ILO (Internationales Arbeitsamt)

Als Erwerbslose gemäss ILO gelten Personen im Alter von 15–74 Jahren, die:

– in der Referenzwoche nicht erwerbstätig waren; und

– die in den vier vorangegangenen Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben; und

– die für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar wären.

Erwerbsbevölkerung

Die Erwerbsbevölkerung setzt sich aus den Erwerbstätigen und den Erwerbslosen gemäss ILO zusammen. Sie wird mit dem Arbeitsangebot gleichgesetzt.

Nichterwerbspersonen

Als Nichterwerbspersonen gelten Personen, die weder erwerbstätig noch erwerbslos gemäss ILO sind.

Teilzeiterwerbstätige

Als Teilzeiterwerbstätige gelten alle Erwerbstätigen mit einem Beschäftigungsgrad von weniger als 90% (schweizerische Definition). Es wird zwischen Teilzeit I und Teilzeit II unterschieden:

– Teilzeit I: Beschäftigungsgrad von 50–89%

– Teilzeit II: Beschäftigungsgrad von <50%

Bei der internationalen Definition liegt die Schwelle zur Teilzeiterwerbstätigkeit bei 100% statt 90%.

Erwerbstätige Frauen nach Altersgruppe in der Schweiz und den EU- und EFTA-StaatenTA1

2010 2019 Veränderung 2010–2019,
in Prozentpunkten
15–24
Jahre
25–49
Jahre
50–64
Jahre
15–24
Jahre
25–49
Jahre
50–64
Jahre
15–24
Jahre
25–49
Jahre
50–64
Jahre
Schweiz 14,9% 59,5% 25,6% 12,5% 57,1% 30,4% –2,4 –2,4 4,8
EU/EFTA
EU28 9,4% 65,5% 25,1% 8,4% 60,2% 31,3% –1,0 –5,2 6,2
Belgien 7,4% 70,2% 22,4% 7,3% 64,0% 28,7% –0,1 –6,2 6,4
Bulgarien 6,5% 64,4% 29,1% 3,8% 62,8% 33,4% –2,8 –1,6 4,3
Tschechien 6,3% 66,6% 27,1% 5,0% 64,5% 30,5% –1,3 –2,1 3,4
Dänemark 14,7% 58,9% 26,4% 14,9% 54,0% 31,1% 0,2 –4,9 4,7
Deutschland 11,1% 61,1% 27,8% 9,7% 53,6% 36,7% –1,4 –7,5 8,9
Estland 7,6% 60,6% 31,9% 7,7% 57,1% 35,2% 0,1 –3,5 3,3
Irland 14,1% 65,4% 20,5% 12,0% 63,6% 24,4% –2,1 –1,8 3,9
Griechenland 5,4% 72,4% 22,1% 4,3% 65,9% 29,8% –1,2 –6,5 7,7
Spanien 7,0% 72,0% 21,0% 5,1% 65,0% 29,9% –1,9 –7,0 8,9
Frankreich 8,2% 65,9% 25,9% 8,1% 61,4% 30,4% –0,1 –4,5 4,5
Kroatien 6,8% 68,9% 24,3% 6,3% 65,5% 28,2% –0,5 –3,4 3,8
Italien 5,3% 71,3% 23,4% 4,4% 60,1% 35,4% –0,8 –11,2 12,0
Zypern 10,0% 69,1% 20,9% 8,7% 67,6% 23,7% –1,3 –1,5 2,7
Lettland 8,1% 63,1% 28,9% 5,6% 58,8% 35,5% –2,4 –4,2 6,7
Litauen 6,1% 66,6% 27,3% 6,8% 56,6% 36,7% 0,7 –10,1 9,4
Luxemburg 6,1% 74,4% 19,5% 6,8% 71,4% 21,8% 0,7 –3,0 2,3
Ungarn 5,6% 68,0% 26,4% 5,9% 65,4% 28,7% 0,3 –2,6 2,3
Malta 20,9% 63,7% 15,5% 12,9% 68,2% 19,0% –8,0 4,5 3,5
Niederlande 16,3% 60,1% 23,6% 16,7% 53,9% 29,4% 0,4 –6,2 5,8
Österreich 13,2% 66,1% 20,7% 11,0% 60,2% 28,8% –2,1 –5,9 8,0
Polen 7,9% 68,4% 23,7% 6,6% 67,9% 25,4% –1,3 –0,5 1,8
Portugal 6,8% 67,9% 25,3% 5,9% 63,2% 30,9% –0,9 –4,7 5,5
Rumänien 6,7% 69,2% 24,1% 5,4% 68,4% 26,1% –1,3 –0,8 2,1
Slowenien 7,8% 71,7% 20,6% 6,2% 65,1% 28,8% –1,6 –6,6 8,2
Slowakei 6,6% 69,5% 23,9% 4,3% 65,2% 30,5% –2,3 –4,3 6,6
Finnland 10,9% 56,5% 32,6% 11,1% 55,2% 33,8% 0,1 –1,3 1,2
Schweden 11,4% 58,2% 30,4% 10,6% 58,3% 31,2% –0,8 0,1 0,8
Vereinigtes Königreich 13,5% 61,1% 25,4% 12,1% 58,1% 29,8% –1,4 –3,1 4,4
Island 17,0% 54,9% 28,1% 16,5% 55,8% 27,8% –0,5 0,9 –0,3
Norwegen 13,9% 58,6% 27,4% 12,9% 58,0% 29,1% –1,0 –0,6 1,7

Quellen: BFS – Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE); EUROSTAT (Stand: September 2020)

© BFS 2020

Erwerbstätige Frauen nach Ausbildungsstufe in der Schweiz und den EU- und EFTA-Staaten 1 TA2

2010 2019 Veränderung 2010–2019,
in Prozentpunkten
Sekundarstufe I Sekundarstufe II Tertiärstufe Sekundarstufe I Sekundar-stufe II Tertiärstufe Sekundarstufe I Sekundarstufe II Tertiärstufe
Schweiz 15,1% 54,8% 30,0% 9,6% 47,0% 43,4% –5,5 –7,8 13,4
EU/EFTA
EU28 19,8% 46,7% 33,5% 14,0% 44,0% 42,0% –5,7 –2,7 8,5
Belgien 17,4% 35,5% 47,1% 10,8% 34,8% 54,4% –6,6 –0,6 7,3
Bulgarien 11,4% 51,9% 36,8% 9,8% 49,8% 40,3% –1,5 –2,0 3,6
Tschechien 6,7% 74,1% 19,3% 4,7% 67,7% 27,6% –2,0 –6,4 8,3
Dänemark 19,3% 39,4% 41,4% 11,2% 38,4% 50,4% –8,1 –1,0 9,1
Deutschland 11,5% 61,2% 27,4% 10,1% 59,9% 30,0% –1,4 –1,3 2,6
Estland 5,4% 44,8% 49,8% 5,1% 39,4% 55,5% –0,3 –5,4 5,7
Irland 14,4% 32,6% 52,9% 8,1% 33,0% 58,9% –6,3 0,3 6,0
Griechenland 26,9% 39,7% 33,4% 16,9% 39,4% 43,7% –10,0 –0,2 10,3
Spanien 33,6% 23,2% 43,1% 26,4% 23,2% 50,4% –7,2 –0,1 7,3
Frankreich 22,7% 40,6% 36,7% 12,6% 39,2% 48,1% –10,1 –1,3 11,4
Kroatien 19,5% 53,2% 27,3% 8,7% 53,5% 37,8% –10,8 0,2 10,5
Italien 28,1% 48,5% 23,4% 23,3% 45,6% 31,1% –4,8 –2,9 7,7
Zypern 23,0% 35,2% 41,9% 12,3% 32,4% 55,3% –10,7 –2,8 13,5
Lettland 5,6% 55,7% 38,7% 4,4% 46,0% 49,6% –1,2 –9,7 10,9
Litauen 3,4% 48,8% 47,9% 2,1% 41,1% 56,9% –1,3 –7,7 9,0
Luxemburg 20,5% 41,3% 38,3% 15,8% 29,1% 55,1% –4,7 –12,1 16,8
Ungarn 12,4% 58,3% 29,3% 11,2% 54,1% 34,7% –1,2 –4,2 5,4
Malta 42,8% 25,6% 31,7% 31,4% 28,4% 40,2% –11,4 2,9 8,5
Niederlande 2 20,8% 43,0% 36,1% 14,7% 39,0% 46,3% –6,1 –4,0 10,2
Österreich 16,8% 63,2% 20,0% 12,1% 50,0% 37,9% –4,7 –13,1 17,8
Polen 6,4% 58,1% 35,4% 3,3% 48,5% 48,2% –3,1 –9,6 12,8
Portugal 60,0% 17,7% 22,4% 37,6% 27,4% 35,0% –22,4 9,7 12,6
Rumänien 27,9% 54,0% 18,2% 17,0% 56,6% 26,4% –10,9 2,6 8,3
Slowenien 12,6% 52,7% 34,6% 7,0% 45,6% 47,4% –5,6 –7,2 12,8
Slowakei 4,4% 71,4% 24,1% 4,2% 62,3% 33,4% –0,2 –9,1 9,3
Finnland 10,3% 40,4% 49,3% 4,6% 37,1% 58,4% –5,7 –3,3 9,0
Schweden 14,0% 42,5% 43,5% 8,2% 35,9% 55,8% –5,8 –6,5 12,4
Vereinigtes Königreich 19,1% 38,9% 42,0% 14,2% 34,3% 51,5% –4,9 –4,6 9,5
Island 32,4% 27,1% 40,5% 16,9% 26,0% 57,2% –15,5 –1,1 16,6
Norwegen 14,9% 39,3% 45,8% 11,3% 33,5% 55,2% –3,5 –5,8 9,4

1 25- bis 74-Jährige
2 2019: Zeitreihenbruch

Quellen: BFS – Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE); EUROSTAT (Stand: September 2020)

© BFS 2020

Ausgewählte Arbeitsmarktindikatoren nach Geschlecht und weiteren MerkmalenTA3

2010 2019 Veränderung 2010–2019,
in Prozentpunkten
Frauen Männer Frauen Männer Frauen Männer
Erwerbstätigenquote nach Altersgruppe
15 Jahre und älter 56,9% 71,0% 60,0% 70,6% 3,2 –0,4
15–24 Jahre 61,5% 63,5% 61,6% 60,8% 0,0 –2,7
25–39 Jahre 77,2% 90,3% 83,5% 91,8% 6,3 1,5
40–54 Jahre 78,5% 91,0% 82,5% 92,3% 4,0 1,3
55–64 Jahre 57,0% 75,6% 66,6% 79,4% 9,6 3,8
65 Jahre und älter 6,3% 13,1% 8,3% 14,8% 2,0 1,7
15–64 Jahre 71,3% 83,2% 76,3% 84,5% 5,0 1,3
Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen nach Familientyp
ohne Kinder unter 15 Jahren 71,8% 79,5% 75,8% 81,2% 4,0 1,7
mit Kind(ern) unter 15 Jahren 70,1% 93,6% 77,8% 94,9% 7,7 1,3
mit Kind(ern) von 0–6 Jahren 64,5% 93,8% 74,8% 95,2% 10,3 1,4
mit Kind(ern) von 7–14 Jahren 76,9% 93,4% 81,7% 94,6% 4,8 1,1
Erwerbstätige nach Beschäftigungsgrad
unter 20% 6,0% 1,5% 5,3% 1,9% –0,7 0,4
20–49% 16,4% 2,8% 16,9% 3,7% 0,5 0,9
50–69% 18,3% 3,7% 18,8% 4,7% 0,5 1,0
70–89% 13,5% 4,2% 16,2% 6,4% 2,7 2,3
90–100% 41,4% 86,5% 40,1% 82,2% –1,3 –4,2
keine Angabe/weiss nicht 4,5% 1,4% 2,8% 1,1% –1,7 –0,3
Erwerbstätige nach Ausbildungsstufe
Sekundarstufe I 19,2% 15,5% 12,8% 12,6% –6,4 –2,9
Sekundarstufe II 54,3% 47,3% 48,0% 42,0% –6,3 –5,3
Tertiärstufe 26,5% 37,2% 39,2% 45,4% 12,7 8,2
Erwerbstätige nach Wirtschaftsabschnitt 1
A Land- und Forstwirtschaft 2,7% 4,3% 2,0% 3,1% –0,7 –1,1
B–E Verarbeitendes Gewerbe/Energieversorgung 8,9% 20,7% 8,5% 18,4% –0,4 –2,2
F Baugewerbe 1,7% 11,1% 1,7% 10,8% 0,0 –0,3
G Handel, Reparaturgewerbe 15,7% 13,3% 12,9% 11,5% –2,8 –1,8
H Verkehr und Lagerei 2,8% 5,7% 2,5% 6,3% –0,3 0,6
I Gastgewerbe 5,8% 3,7% 4,7% 3,6% –1,2 –0,1
J Information und Kommunikation 2,1% 4,0% 2,1% 5,2% –0,0 1,2
K Kredit- und Versicherungsgewerbe 4,9% 5,9% 4,6% 5,8% –0,3 –0,1
L/N Immobilien, sonst. wirtschaftliche DL 4,4% 4,3% 4,6% 5,0% 0,3 0,8
M Freiberufliche, wiss. und techn. DL 6,5% 8,2% 7,8% 10,2% 1,3 2,0
O/U Öff. Verwaltung, exterr. Körperschaften 4,8% 4,9% 5,2% 4,6% 0,4 –0,3
P Erziehung und Unterricht 9,4% 4,8% 10,6% 4,9% 1,1 0,1
Q Gesundheits- u. Sozialwesen 20,9% 5,4% 23,7% 6,8% 2,8 1,4
R/S/T Kunst, Unterhalt., priv. HH, sonst. DL 9,2% 3,7% 9,1% 3,6% –0,1 –0,0
Erwerbstätige nach Berufshauptgruppe2
Führungskräfte 4,1% 7,9% 5,3% 9,2% 1,2 1,3
Intellektuelle und wissenschaftliche Berufe 23,4% 22,3% 27,5% 25,6% 4,0 3,3
Techniker/innen und gleichrangige nichttechnische Berufe 13,7% 14,8% 17,2% 17,0% 3,6 2,1
Bürokräfte und verwandte Berufe 20,3% 10,2% 17,5% 9,0% –2,8 –1,2
Dienstleistungsberufe und Verkäufer/innen 21,9% 8,1% 19,4% 8,5% –2,4 0,4
Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei 1,8% 4,4% 1,5% 3,5% –0,3 –0,9
Handwerks- und verwandte Berufe 4,1% 20,8% 3,3% 17,4% –0,8 –3,5
Bediener/innen von Anlagen und Maschinen und Montageberufe 1,8% 6,8% 1,1% 5,7% –0,7 –1,1
Hilfsarbeitskräfte 8,3% 4,1% 6,8% 3,9% –1,5 –0,3
Keine Angabe/Weiss nicht 0,6% 0,6% (0,3%) 0,3% –(0,3) –0,3

1 nach Allgemeiner Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA 2008)
2 nach Schweizer Berufsnomenklatur (CH-ISCO-19)
(Zahl): Extrapolation aufgrund von weniger als 90 Beobachtungen. Die Resultate sind mit grosser Vorsicht zu interpretieren.

Quelle: BFS – Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)

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Hochqualifizierte 1 Erwerbstätige nach Geschlecht, Alter und Wirtschaftsabschnitt 2 TA4

2010 2019 Veränderung 2010–2019,
in Prozentpunkten
Frauen Männer Frauen Männer Frauen Männer
Total 41,3% 45,0% 50,1% 51,8% 8,8 6,8
Nach Altersgruppe
15–24 Jahre 29,3% 18,7% 38,8% 26,2% 9,5 7,4
25–39 Jahre 46,9% 47,6% 59,1% 55,8% 12,2 8,2
40–54 Jahre 42,7% 49,9% 49,1% 55,3% 6,4 5,4
55–64 Jahre 38,2% 49,3% 44,1% 52,2% 6,0 3,0
65 Jahre und älter 34,8% 49,5% 40,9% 57,5% 6,1 8,0
Nach Wirtschaftsabschnitt
A Land- und Forstwirtschaft 13,8% 8,6% (8,5)% 7,5% –(5,3) –1,1
B–E Verarbeitendes Gewerbe/Energieversorgung 25,6% 36,9% 35,6% 44,9% 10,0 8,0
F Baugewerbe 17,1% 21,4% 26,7% 24,5% 9,6 3,1
G Handel, Reparaturgewerbe 20,3% 33,9% 28,3% 41,3% 8,0 7,4
H Verkehr und Lagerei 14,5% 21,9% 25,3% 22,5% 10,8 0,6
I Gastgewerbe 15,9% 28,7% 18,7% 30,8% 2,8 2,0
J Information und Kommunikation 45,1% 85,1% 69,2% 91,5% 24,2 6,4
K Kredit- und Versicherungsgewerbe 32,4% 61,0% 44,2% 67,9% 11,8 6,9
L/N Immobilien, sonst. wirtschaftliche DL 23,2% 35,9% 28,1% 40,7% 4,9 4,8
M Freiberufliche, wiss. und techn. DL 53,3% 80,8% 67,4% 84,8% 14,1 4,0
O/U Öff. Verwaltung, exterr. Körperschaften 48,7% 56,9% 52,3% 59,7% 3,6 2,8
P Erziehung und Unterricht 81,0% 84,4% 82,6% 87,4% 1,6 3,0
Q Gesundheits- u. Sozialwesen 66,1% 68,6% 69,1% 64,9% 3,1 –3,7
R/S/T Kunst, Unterhalt., priv. HH, sonst. DL 31,5% 55,2% 36,7% 69,0% 5,2 13,8

1 nach Schweizer Berufsnomenklatur (CH-ISCO-19): Führungskräfte; intellektuelle und wissenschaftliche Berufe; Techniker/innen und gleichrangige nichttechnische Berufe
2 nach Allgemeiner Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA 2008)
(Zahl): Extrapolation aufgrund von weniger als 90 Beobachtungen. Die Resultate sind mit grosser Vorsicht zu interpretieren.

Quelle: BFS – Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)

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Arbeitnehmende mit Führungsfunktion 1 nach Geschlecht und weiteren MerkmalenTA5

2011 2019 Veränderung 2011–2019,
in Prozentpunkten
Frauen Männer Frauen Männer Frauen Männer
Total 24,0% 41,5% 25,3% 40,8% 1,3 –0,7
in Unternehmensleitung 4,7% 10,3% 4,6% 9,7% –0,1 –0,6
mit Vorgesetztenfunktion 19,3% 31,2% 20,7% 31,1% 1,4 –0,1
Nach Alter
15–24 Jahre 20,4% 24,8% 17,2% 24,2% –3,3 –0,6
25–39 Jahre 25,5% 38,8% 27,1% 38,1% 1,6 –0,7
40–54 Jahre 24,7% 47,8% 26,2% 47,3% 1,5 –0,5
55–64 Jahre 21,9% 44,0% 25,2% 41,2% 3,2 –2,7
65 Jahre und älter 15,8% 26,5% 18,2% 32,3% 2,4 5,8
Nach Ausbildungsstufe
Sekundarstufe I 11,5% 21,4% 13,0% 22,2% 1,5 0,7
Sekundarstufe II 23,4% 37,2% 22,5% 35,3% –0,9 –1,9
Tertiärstufe 32,3% 53,8% 31,8% 49,6% –0,5 –4,1
Nach Beschäftigungsgrad
Vollzeit (>= 90%) 33,0% 44,6% 34,3% 44,1% 1,3 –0,5
Teilzeit I (50–89%) 22,3% 25,6% 23,6% 28,8% 1,3 3,2
Teilzeit II ( < 50%) 12,1% 14,2% 13,4% 17,1% 1,3 2,9
Nach Wirtschaftsabschnitt2
A Land- und Forstwirtschaft 26,4% 32,4% (23,0)% 34,9% –(3,4) 2,5
B–E Verarbeitendes Gewerbe/Energieversorgung 21,1% 41,4% 22,5% 40,6% 1,5 –0,8
F Baugewerbe 23,2% 44,3% 27,1% 47,3% 3,9 3,1
G Handel, Reparaturgewerbe 28,5% 44,5% 29,3% 43,9% 0,8 –0,6
H Verkehr und Lagerei 19,3% 29,5% 21,8% 26,2% 2,5 –3,3
I Gastgewerbe 19,4% 36,1% 23,6% 45,7% 4,2 9,6
J Information und Kommunikation 19,3% 39,8% 23,2% 31,4% 3,9 –8,4
K Kredit- und Versicherungsgewerbe 28,2% 51,2% 24,4% 46,1% –3,7 –5,1
L/N Immobilien, sonst. wirtschaftliche DL 20,2% 36,3% 18,4% 37,7% –1,8 1,4
M Freiberufliche, wiss. und techn. DL 23,5% 50,8% 26,9% 47,0% 3,5 –3,9
O/U Öff. Verwaltung, exterr. Körperschaften 24,6% 46,9% 27,1% 45,1% 2,5 –1,8
P Erziehung und Unterricht 14,3% 27,1% 16,2% 31,2% 1,9 4,2
Q Gesundheits- u. Sozialwesen 29,3% 40,9% 30,0% 39,5% 0,7 –1,4
R/S/T Kunst, Unterhalt., priv. HH, sonst. DL 22,2% 42,5% 25,5% 42,5% 3,3 0,0

1 in Unternehmensleitung oder mit Vorgesetztenfunktion
2 nach Allgemeiner Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA 2008)
(Zahl): Extrapolation aufgrund von weniger als 90 Beobachtungen. Die Resultate sind mit grosser Vorsicht zu interpretieren.

Quelle: BFS – Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)

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